Beispiel für eine Metallrente

Die so genannte Metallrente ist die Betriebsrente, die von dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall initiiert wurde.

Das bedeutet, dass die Metallrente ebenso eine ganz normale betriebliche Altersvorsorge ist, die allerdings als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet wurde. Initiatoren sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und die Industriegewerkschaft Metall. Das Besondere an dieser Betriebsrente ist die Tatsache, dass sie branchenbezogen auf die Metallindustrie ausgerichtet ist. Mehrere Versicherungsunternehmen geben die Versicherung aus und sind damit Risikoträger.

Um es an einem Beispiel festzumachen: Herr Schulze arbeitet bei der Metaller GmbH als Blechbieger. Seit über fünf Jahren ist der 40-jährige in der Firma, sodass seine betriebliche Altersvorsorge bereits Unverfallbarkeit erreicht hat. Er verdient 30.000 € Jahresbruttoeinkommen. Riesterfähig ist die betriebliche Altersvorsorge mit der Unterstützungskasse nicht.

Leider geht sein Arbeitgeber zehn Jahre später in Insolvenz. Herr Schulze braucht sich aber nicht sorgen, weil der Pensionssicherungsverein dafür sorgt, dass die geleisteten Beiträge nicht verloren gehen.

Nach einem halben Jahr, in dem Herr Schulze Beiträge durch die Beitragsfreistellung aussetzen konnte, bekommt er eine neue Festanstellung und möchte, dass sein Vertrag vom neuen Arbeitgeber übernommen wird. Der neue Arbeitgeber ist Mitglied der Unterstützungskasse der Metallrente. Dadurch stellt es kein Problem dar, den Vertrag zu übernehmen.

Herr Schulze geht nun wieder seinem Tagwerk nach, während sich sein Bruttogehalt jeden Monat um die einzuzahlenden 95 € schmälert. Daraus folgt, dass Herr Schulze und sein Arbeitgeber weniger Sozialabgaben und Lohnsteuer zahlen, weil sich das Bruttogehalt um 90 € minimiert. Geht Herr Schulze nun weitere 17 Jahre später in Rente, wird ihm das Vorsorgegeld wie vereinbart ausbezahlt.