Rentenerhöhung bei der Betriebsrente

Die Arbeitgeber verwalten im Falle der Betriebsrente sämtliche Vorgänge – eben auch den Anspruch auf Rentenerhöhung.

Das Gesetz zur Rentenerhöhung für die Betriebsrente besagt, dass Rentner den Anspruch auf Erhöhungen haben. Abhängig vom Durchführungsweg und der Rentenauszahlung fallen diese Rentenerhöhungen aus. Wer sich einen Einmalbetrag ausbezahlen lässt, kann nicht mit einer Rentenerhöhung rechnen. Im Falle der dynamischen und der teildynamischen Auszahlung, bei der die Rente angepasst wird, und auch bei der konstanten Auszahlung besteht die Möglichkeit, dass der Rentner seine Erhöhung beim ehemaligen Arbeitgeber geltend macht.

Alle drei Jahre sind die Arbeitgeber verpflichtet, die Erhöhung der Renten seiner ehemaligen Angestellten zu prüfen. Sehr zum Leidwesen der jetzigen Rentner lässt das Gesetz mit dem jeweiligen Paragraphen allerdings Schlupflöcher zu: So heißt „prüfen“ leider wirklich „prüfen“. Ob die Erhöhung der Rente durchgesetzt wird, liegt im Ermessen des ehemaligen Arbeitgebers. Denn der Paragraph formuliert, dass die Erhöhung im „billigen Ermessen“ des Arbeitgebers liegt. Entsprechende Auswertungen zeigen, dass sich kaum ein Arbeitgeber alle drei Jahre von allein meldet, um eine Prüfung durchzuführen.

Das bedeutet, dass dem Rentner nichts anderes übrig bleibt, als die Rentenerhöhung einzufordern. Häufig können Rentner mit saftigen Nachzahlungen der Rentenerhöhung rechnen. Aber wie geht man vor?

Zunächst empfiehlt es sich, schriftlich nachzufragen. Alle drei Jahre sollte man – ohne böse Absichten zu unterstellen – nachhaken. Sollte in diesem Falle eine Ablehnung kommen, hilft nur der Widerspruch. Bleibt es bei dieser Ablehnung, hilft wohl nur der Anwalt. Eine Klage gegen den ehemaligen Arbeitgeber ist der letzte, aber wirksame Schritt, an sein Geld zu kommen.