Direktzusage

Bei der Direktzusage erteilt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer die Zusage, seine Altersvorsorge auszubezahlen.

Wurde kein anderer Durchführungsweg gewählt, kommt die Direktzusage zum Tragen. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber im Versicherungsfall die Altersvorsorge an den Arbeitnehmer auszahlt. Das heißt, dass keine Zwischenstationen, wie die Pensionskasse, die Unterstützungskasse, die Direktversicherung oder Pensionsfonds an der Auszahlung beteiligt sind, sondern der Arbeitgeber direkt an den Arbeitnehmer zahlt. Der Versicherungsfall tritt ein, wenn der Arbeitnehmer im Zuge eines Unfalles erwerbsunfähig wird, wenn er zu Tode kommt oder eben in Altersruhestand geht.

 

Über steuerliche Pensionsrückstellungen, also der Pensionsverpflichtung; geklärt im §6a EStG, §249 HGB, wird die Direktzusage über die Anwartschaftsphase finanziert. Die Anwartschaftsphase ist die Aussicht auf einen festen Erwerb, der noch nicht erfüllt wurde. Das bedeutet in Zahlen: Ist ein Arbeitnehmer jetzt 45 Jahre alt und arbeitet bis zum 67. Lebensjahr, wird berechnet, wie viel Gehalt er in den verbleibenden 22 Jahren bekommt. Der entstehende Betrag ist die Anwartschaftsphase.

Diese Methode führt dazu, die Liquidität zu erhöhen, weil sie die Steuerlast des Unternehmens mindert. Das geschieht, weil der Gewinn eines Unternehmens, aufgrund der Ausgaben für die Betriebsrente, sinkt.
Tritt der Versicherungsfall ein, besteht die Pflicht, weitere Pensionsrückstände zu bilden. Während die Pensionsrückstände gebildet werden, wird oben erwähnter Fall umgedreht: Die Liquidität mindert sich, weil sich die Steuerlast erhöht, da das Unternehmen Gewinne einfährt.

Eine bestimmte Form der Lebensversicherung ist die Direktzusage mit einer Rückdeckungsversicherung für den Arbeitgeber. Eventuelle Risiken schließt diese Rückdeckungsversicherung aus. Vor möglicher Insolvenz des Arbeitgebers ist die Direktzusage durch den Pensionssicherungsverein geschützt.