Ihr Recht auf Entgeltumwandlung

Angestellte haben das Recht, ihre Entgelte in die Altersvorsorge oder andere Anlagemöglichkeiten zu investieren.

Der Begriff: Vermögenswirksame Leistungen sagt vielen Menschen etwas. Heutzutage sind, das ist klar, die Renten definitiv nicht mehr sicher und auf Privatvorsorge kann man nicht mehr verzichten. Bei vermögenswirksamen Leistungen zahlt der Arbeitgeber einen Teil und der Arbeitnehmer einen zweiten. Der Gesamtbeitrag wird in Anlagemöglichkeiten investiert.

Das Recht auf Entgeltumwandlung meint nichts anderes. Vom Bruttolohn wird dem Arbeitnehmer ein Betrag X, der vorher vereinbart wurde und meist bei vierzig Euro liegt, abgezogen. Vorteil dabei ist weniger die Tatsache, dass das Einkommen des Arbeitnehmers in gewisser Weise sinkt, als eher der Punkt, dass weniger Lohnsteuer und Sozialabgaben anfallen.

Verzichtet der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Gehaltes aufgrund der Altersvorsorgezusage, bezieht sich die Entgeltumwandlung und sein Recht darauf auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV).

Beitragstechnisch ist der Einzahlungsbetrag für die Entgeltumwandlung in die eigene Rentenkasse im Zuge der Betriebsrente begrenzt. Auf vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung, um genau zu sein. Mehr oder weniger das Nachsehen für das Recht auf Entgeltumwandlung haben jene Arbeitnehmer, die einem Tarifvertrag unterliegen.

Erlaubt der Tarifvertrag eindeutig und rechtlich nicht bestreitbar, dass der Arbeitnehmer ein Recht auf Entgeltumwandlung hat, darf er dies. Andernfalls wird von der Entgeltumwandlung Abstand genommen.

Der Arbeitgeber kann zwei mögliche Durchführungswege vorschlagen, andernfalls, wenn also der Arbeitgeber auslässt dass er dem Arbeitnehmer die Pensionskasse oder den Pensionsfond vorschlägt, kann der Arbeitnehmer darauf bestehen, eine Direktversicherung abzuschließen. Der Arbeitnehmer hat sinnvollerweise die Möglichkeit, die Altersvorsorge – unabhängig vom Durchführungsweg – riestergefördert abzuschließen.