Ausstiegsmöglichkeiten bei der betrieblichen Altersvorsorge

Manchmal sieht sich ein Angestellter gezwungen, aus seinem Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge auszusteigen.

Es kann passieren, dass man aus verschiedenen Gründen seinen Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge kündigen muss. Auch wenn die betriebliche Altersvorsorge für Arbeitgeber ein gutes Mittel zur Mitarbeiterbindung ist, weil sich die Angestellten, wie die Erfahrung zeigt, somit loyaler zum Unternehmen fühlen, kann ein Arbeitgeberwechsel Grund für den Ausstieg aus der betrieblichen Altersvorsorge sein.

Bei einigen Durchführungswegen zur Betriebsrente passiert es, dass der Vertrag nicht mit zum neuen Arbeitgeber genommen werden kann. Das bedeutet, dass der bestehende Vertrag storniert, also gekündigt werden muss.

Bis zu einem Urteil im Jahre 2005 war dies teuer für die Arbeitnehmer, auf deren Rücken diese Kündigung ausgetragen wurde. Allerdings besagt dieses Gerichtsurteil, dass die Versicherungen die Pflicht haben, nur solche Stornogebühren zu fordern, die angemessen sind. Kündigt man einen Vertrag, verfällt zwar nicht das Guthaben aus dem Vertrag, es entfallen aber die bisherigen staatlichen Zulagen, so der Vertrag riester- also förderfähig gemacht wurde, und die bisher angefallenen Zinsen werden nicht ausbezahlt.

Mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten ist es möglich, aus dem bestehenden Vertrag auszusteigen. Empfehlenswert ist es für den Angestellten, den Vertrag privat weiterzuführen, um nicht auf staatliche Zulagen und die Verzinsung zu verzichten. Liegt allerdings eine Arbeitslosigkeit vor, kann dies schwierig werden. Positiv an den Verträgen, die riesterfähig gestaltet sind, ist die Tatsache, dass sie Hartz IV sicher sind. Das bedeutet, dass Hartz IV vorschreibt, die privaten Rücklagen aufzubrauchen, bevor man sich staatlicher Gelder bedient. In Sachen Altersvorsorge, die riestergefördert sind, wird das nicht verlangt.