Übertragbarkeit der Betriebsrente

Wechselt ein Angestellter seinen Arbeitgeber, kann es mit der Übertragbarkeit der Betriebsrente kompliziert werden.

Es ist eher die Seltenheit, dass ein Angestellter ein Arbeitsleben lang bei einem Arbeitgeber bleibt. Häufig wird der Arbeitgeber gewechselt. Wie sieht es dann mit der betrieblichen Altersvorsorge aus? Kann man diese einfach zum neuen Arbeitgeber mitnehmen?
Zunächst ist die Frage, wie lange der Vertrag schon läuft. Ist die Unverfallbarkeit der Betriebsrente eingetreten? Wenn ja, hat der Angestellte Glück, denn die bisherige Rente kann ihm nicht mehr entzogen werden.

Hat der Angestellte selbst die Prämien für die Betriebsrente gezahlt, also ist ihm beispielsweise ein Teil seines Gehaltes dafür abgezogen worden, erreicht er sofort diese Unverfallbarkeit. Es ist also nebensächlich, wie lange der Angestellte bei einem Arbeitgeber war, die Rente steht ihm zu.

Die Unverfallbarkeit ist, wenn der Arbeitgeber eingezahlt hat, gegeben, wenn der Arbeitnehmer das 30. Lebensjahr vollendet hat und der Vertrag bereits seit fünf Jahren läuft. Ist dies nicht gegeben, hat er auch keinen Anspruch auf die Zusage. Der Gesetzgeber wird ab 2009 dieses Gesetz lockern und auf das 25. Lebensjahr herabsetzen.

Im Falle der Direktzusage wird der bisherige Arbeitgeber den Vertrag weiterverwalten, um die Rente bei Renteneintritt an den Angestellten, der vielleicht längst nicht mehr in dem Unternehmen tätig ist, ausbezahlen. Wurde ein anderer Durchführungsweg gewählt, zahlt ein Dritter, also die Versicherung, an den Angestellten.

Gerade bei der Direktversicherung ist die Übertragung auf einen Arbeitgeber problemlos möglich. Vorteile für beide Seiten: Der bisherige Arbeitgeber hat keine Verwaltungsaufwände und der Angestellte erhält seine lückenlos bezahlte Rente.