Private Weiterführung der betrieblichen Altersvorsorge

Wird der Arbeitgeber gewechselt oder besteht Arbeitslosigkeit, kann die Betriebsrente privat weitergeführt werden.

Das ist sehr wichtig zu wissen, schließlich geht es um die private Absicherung. Die betriebliche Altersvorsorge ist in der Regel riestergefördert, woraus sich ein so genannter Sockelbetrag ergibt, den man jährlich einzahlen muss, um seine Förderung zu erhalten. Dieser Sockelbetrag liegt bei mindestens 60 Euro jährlich.

Der Mindesteinzahlbetrag für die betriebliche Altersvorsorge ergibt sich aus folgenden Faktoren: Bruttojahreseinkommen, Kinderanzahl, Familienstand. Man rechnet wie folgt: Eine allein erziehende Mutter mit zwei Kindern verdient im Angestelltenverhältnis jährlich 18.000 Euro brutto. Davon errechnet man 4%, was 720 Euro ergibt. Ihre Förderung von 524 Euro (für jedes Kind 185 Euro, für jeden Erwachsenen 154 Euro) wird davon abgezogen. Daraus ergibt sich ein Mindesteinzahlbetrag von 196 Euro jährlich, also 16,33 Euro monatlich.

Wird diese Mutter arbeitslos und erhält 70% ihres Nettoeinkommens, möchte aber die betriebliche Altersvorsorge privat fortführen und ihre staatlichen Zulagen erhalten, ergibt sich folgender Sockelbeitrag: Ihr monatliches Arbeitslosengeld sind etwa 770 Euro, ihr Jahresverdienst 9.240 Euro. Davon 4% ergibt 369,60 Euro. Hiervon würde die staatliche Förderung von 524 Euro abgezogen. Da dies einen Minusbetrag ergibt, hat diese Frau einen Sockelbeitrag von fünf Euro, also jährlich 60 Euro zu entrichten. Sind ihre Kinder aus dem kindergeldbezugsfähigen Alter raus, fällt die Kinderzulage weg. Dann werden von den 369,60 Euro jährlich ihre 185 Euro Zulage abgezogen. 184,60 Euro jährlich, 15,38 Euro monatlich hat sie mindestens einzuzahlen.

Es ist leicht möglich, die betriebliche Altersvorsorge privat weiterzuführen. Mithilfe der Rechnung lässt sich der Sockelbeitrag leicht kalkulieren.