Sozialabgabenbefreiung der Betriebsrente

Bis zu 2.520 € kann ein Arbeitnehmer sozialabgabenfrei jährlich in seine betriebliche Altersvorsorge einzahlen.

Heiße Diskussionen hat dieses Thema deutschlandweit angeregt. Erst wurde angemerkt, dass Ende 2008 diese Sozialabgabenbefreiung enden solle, 2007 wurde beschlossen, dass die Abgabenbefreiung der Sozialabgaben unbefristet fortgeführt werden soll.
Das bedeutet im Einzelnen, dass jeder Angestellte, der in eine Betriebsrente investiert, bis zu 2.520 € jährlich sozialabgabenfrei in seine Rentenkasse einbezahlen kann. Was hat dies für Folgen?

Wird dem Arbeitnehmer von seinem Bruttomonatsgehalt ein bestimmter Teil abgezogen, um diesen der Betriebsrente zufließen zu lassen, schmälert sich dieses Bruttogehalt. Das hat zur Folge, dass die Sozialabgaben und die Lohnsteuer gemindert werden. Der prozentuale Anteil bleibt natürlich gleich, so wie er bei jedem Arbeitnehmer ist, aber der zahlenmäßige Anteil vermindert sich. Nicht gerade spürbar, aber immerhin.

Auch für den Arbeitgeber hat dies Folgen. Auch seine Abgaben an die Knappschaft, an die Krankenversicherung und sonstige Sozialabgaben verringern sich anteilsmäßig. Das bedeutet im Endeffekt, dass der Arbeitgeber mehr Gewinne einfährt, was seine Steuerausgaben auf der anderen Seite wieder erhöht. Da dies meist zu einer Steuernachzahlung beim Arbeitgeber führt, schmälert die Zahlung der betrieblichen Altersvorsorge für seine Mitarbeiter letztendlich seine Liquidität.

Ein weiterer positiver Effekt ist sichtbar: Wenn der Angestellte monatlich 100 € von seinem Bruttolohn in die Rentenkasse investiert, bleiben ihm diese 100 € für später. Wenn diese 100 € in seinen Bruttolohn fließen würden, blieben ihm nur 52% davon, also 52 €. Letztlich hat also der Angestellte mehr von seinem Lohn, wenn die Sozialabgabenbefreiung bestehen bleibt.