Geschichte der Betriebsrente

Alles hat bekanntlich seinen Ursprung. Aber wie entstand eigentlich die heutige betriebliche Altersvorsorge?

Bismarck ist heute dafür bekannt, dass heutige Sozialversicherungssystem maßgeblich beeinflusst zu haben. Aber die Geschichte der Betriebsrente ist älter. Im Saarland hat die Betriebsrente seinen Ursprung, als Bergleute für ihre kranken und alten Kollegen eine Art Notgroschen beiseite gelegt haben. Es entstand die so genannte „Bruderbüchse“.
Während große Firmen diese „Bruderbüchse“ weiterentwickelt und ausgereift haben, waren Kleinbetriebe lange Zeit ohne Vorsorge für Krankheit oder Alter der Angestellten.

Erst im Jahre 1974 wurde der gesetzliche Anspruch auf die Versorgung im Alter gestellt. So wurde anschließend ein Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge (BetrAVG) beschlossen, welches sich dafür ausgesprochen hat, die einbezahlten Beiträge bei einem Wechsel des Arbeitgebers oder bei Insolvenz des Arbeitgebers beizubehalten und zu sichern.

Noch gar nicht so lange, nämlich seit dem Jahre 2002, besteht die Verpflichtung für Unternehmen, dass sie ihren Angestellten auf deren Wunsch eine betriebliche Altersvorsorge einrichten müssen. Es steht dem Angestellten soweit offen, ob er selbstständig eine Direktversicherung, oder einen anderen Durchführungsweg für die betriebliche Altersvorsorge wählt. Der Arbeitgeber ist aber dazu verpflichtet, Verwaltungsaufgaben dafür zu übernehmen, bis ein neuer Arbeitgeber die bestehende betriebliche Altersvorsorge übernimmt.

Gerade die Absicherung in den neuen Bundesländern wurde mit der betrieblichen Altersvorsorge vorangetrieben. Aus alter „DDR-Manie“ heraus, wurde hier nie allzu viel Wert auf Vorsorge und Zukunftsabsicherung gelegt, was mit den Gesetzesschriften nun seit dem Jahre 2002 verbessert werden konnte. Nun ist es also deutschlandweit vorgeschrieben, dass jeder Angestellter für seine Rente betrieblich vorsorgen kann.