Höhe ihrer Betriebsrente

Gut zu wissen, wie die Beitragsgestaltung der Betriebsrente geregelt ist, aber wie hoch wird die Rente später sein?

Wie hoch die betriebliche Altersvorsorge ausfallen wird, ist davon abhängig, wieviel man in seinem Arbeitsleben verdient und damit einbezahlt hat. In früheren Zeiten, als die Betriebsrente noch ihre Kinderkrankheiten hatte, wurde als Bemessungsgrundlage der Höhe der Betriebsrente das letzte Arbeitsjahr gewählt. Darüber ist man mittlerweile hinaus und versucht, das komplette Arbeitsleben eines Angestellten für die Berechnung zu betrachten.

Die Berechnung wird in einzelne Bausteine zerlegt. Jedes anzurechnende Jahr ist ein Baustein. Mithilfe eines so genannten „Verrentungs-Faktors“ wird dieses Einkommen in einen jährlichen so bezeichneten „Renten-Baustein“ umgewandelt. Diese einzelnen Renten-Bausteine werden addiert, sodass die komplette Rente berechnet werden kann.

Aus dieser Berechnungsmöglichkeit ergeben sich einige Differenzen, die im schlimmsten Fall zu Gerichtsverhandlungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer führen können, wenn der Versicherungsfall, also der Ruhestand, eintritt: Es fehlt im Vertraglichen an der genauen Definition. Eine häufig zu findende Festlegung ist beispielsweise: „…Prozent des Einkommens des Mitarbeiters“. Hier fehlt es nicht nur an der Definition, was „Einkommen“ meint (inklusive zusätzliche Gelder oder exklusive), sondern es fehlt auch ein Stichtag, bis wann das Einkommen des Mitarbeiters berechnet wird.

Daraus folgt, dass der Arbeitnehmer diese Formulierung selbstredend zu seinen Gunsten auslegen wird und zusätzliche Gelder bis Renteneintritt in seiner Berechnung einbeziehen wird, während der Arbeitgeber nur die 12 regulären Gehälter bis zum 60. Lebensjahr meinen kann.

Je präziser eine solche Vertragsvereinbarung formuliert wird, umso weniger Ärger kann es beim Renteneintritt geben – für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen.