Nachteile der betrieblichen Altersversorgung

Alles Gute hat natürlich auch seine Schattenseiten – diejenigen der betrieblichen Altersvorsorge sind folgende:

Bei Verträgen, bei denen die Unverfallbarkeit entscheidend ist, ob man den Vertrag beim Arbeitgeberwechsel mitnehmen kann, ist es fraglich, ob diese Unverfallbarkeit erreicht ist.

Für Altverträge gilt die Betriebsrente als unverfallbar, wenn das 30. Lebensjahr vollendet ist und der Vertrag seit fünf Jahren läuft. Neuerungen ab 2009 besagen, dass die Vertragslaufzeit bestehen bleibt, das Alter aber auf das 25. Lebensjahr herabgesetzt wird.

Sollte es zu Geldknappheit kommen, ist der Vertrag weder beleih-, noch verpfändbar.
Ein halb negativer Punkt ist die Tatsache, dass man an die Gelder erst mit dem 60. Lebensjahr herankommt. Betrachtet man diesen „Nachteil“ unter dem Aspekt, dass man sich selbst überlisten und erst im Alter das Geld antasten kann, wird aus diesem Nachteil ein Vorteil.

Dass es als Vorteil zu erwähnen ist, dass die Einzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge frei von Sozialabgaben und Steuern, wie Kirchensteuer oder ähnliches sind, ist klar. Allerdings werden Kapitalerträge, auch jene für das Alter, bei der Auszahlung voll besteuert. Das sollte man mit einberechnen, wenn man die betriebliche Altersvorsorge wählt. Daher ist es für die Allgemeinheit, empfehlenswert, ihre betriebliche Altersvorsorge riesterfähig zu machen.

Sobald ein bestimmter Betrag erreicht wird, zahlt der Staat mit in die Rentenkasse ein – für jeden Erwachsenen in der Familie sowie für jedes kindergeldberechtigte Kind. Wenn man so spart, dass die Rente riesterfähig wird, hat man schneller den Betrag zusammen, den man sich für das Alter vorgestellt hat – trotz der vollen Besteuerung.