Gleichberechtigung bei der Betriebsrente

Frauen waren aufgrund ihres Mutterschaftsurlaubes rententechnisch benachteiligt – wie ist das bei der Betriebsrente?

Armut unter Rentnern hat sich besonders oft bei Frauen bemerkbar gemacht. Ihnen haben die Jahre gefehlt, in die Rentenkasse einzuzahlen, während sie ihren Mutterschutz in Anspruch genommen haben. Mit zeitgemäßen Altersvorsorge-Möglichkeiten hat dies endlich ein Ende. Denn mit dem gesetzlichen Festhalten der Betriebsrente und der Möglichkeit, diese riesterfähig zu machen, haben Frauen nicht mehr das Nachsehen.

Man nehme als Beispiel einen Mann, der verheiratet ist und zwei Kinder hat. Die Frau ist im Erziehungsurlaub, was für sie Ausfallzeiten für die gesetzliche Rente bedeutet. Allerdings ist der Vorteil bei riestergeförderter betrieblicher Altersvorsorge folgender:

Der Mann hat ein Jahresbruttoverdienst von 35.000 €. Er muss jährlich mindestens 722 €, also monatlich 60,17 € in die Betriebsrente einzahlen, um die staatliche Förderung zu bekommen. Dieses Geld wird ihm monatlich vom Bruttolohn abgezogen. Die staatliche Förderung von insgesamt 678 € setzt sich wie folgt zusammen: Jeder Erwachsene erhält 185 € jährlich und für jedes Kind gibt es 154 € jährlich.
Die 185 € von dem arbeitenden Mann gehen in seine Rentenkasse. Die Frau, die im Mutterschutz ist, bekommt ihre eigenen 185 € in ihre Rentenkasse und die 308 € Kinderzulage. Das bedeutet, dass die Frau alljährlich 493 € zusätzlichen staatlichen Zuschuss in ihre Rentenkasse bekommt und der Mann nur 187 €.

Damit sind riestergeförderte Betriebsrenten endlich ein Mittel, um die Rentenkassen der Frauen, die sich trotz aller Emanzipation doch noch eher im Mutterschutz befinden, aufzustocken und um der Altersarmut von Frauen vorzubeugen.