Hinterbliebenenversorgung

Es lohnt sich, bei der betrieblichen Altersvorsorge einen zusätzlichen Schutz für Hinterbliebene einzurichten.

Die betriebliche Altersvorsorge ist ja bekanntlich eine Absicherung für das Alter. Nun wird es im Alter, zumal das Renteneintrittsalter heraufgesetzt wurde, schwierig, abzuschätzen, wie viel von seinem eigenen angesparten Geld nun wirklich noch aufgebraucht werden kann, bevor der Todesfall eintritt. Weiterhin kann es auch passieren, dass das Ableben bereits in der Zeit stattfindet, wenn der Arbeitnehmer noch nicht in Rente gegangen ist. Wie sieht es in diesen Fällen mit dem angesparten Kapital aus?

Im Falle des Ablebens kann in dem Versicherungsvertrag ein Begünstigter festgelegt werden. Tritt der Todesfall des Versicherten vor Rentenantritt ein, bekommt der angegebene Begünstigte das angesparte Geld ausbezahlt. Weiterhin ist eine Überschussbeteiligung fällig. Allerdings sind diese entstandenen Überschüsse vom Hinterbliebenen voll zu versteuern.

Für alle Auszahlungsmethoden der Rente, also entweder im Einmalbetrag, in dynamischer, teildynamischer oder auch konstanter Auszahlung, kann eine Rente für den Hinterbliebenen vereinbart werden. Diese ist auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt; man kann also zum Beispiel vereinbaren, dass der Hinterbliebene zehn Jahre lang eine Rente in einer bestimmten Höhe bezieht.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge gibt es die so genannte Rentengarantiezeit. Der bestimmte angelegte Wert – beispielsweise möchte man mit dem 65. Lebensjahr 150.000 Euro angespart haben, die garantiert über zehn Jahre ausbezahlt werden – wird bis zum Erreichen dieser Rentengarantiezeit an die Hinterbliebenen ausbezahlt, wenn der Versicherte vor Beginn der Rentengarantiezeit verstirbt.

Mit einer zusätzlichen Hinterbliebenenklausel sind also die eingezahlten Gelder vor dem Verfall gesichert und die Hinterbliebenen erhalten das bisher einbezahlte Geld.