Kosten

An einem Beispielfall wird am besten verdeutlicht, was die Betriebsrente für Kosten für den Arbeitgeber verursacht:

Man nenne die Beispielperson einfach Herr Krüger. Herr Krüger hatte sich mit seinem Arbeitgeber geeinigt, eine Betriebsrente für ihn anzulegen, bei dem ein Teil seines Bruttoeinkommens monatlich in seine Rentenkasse fließt.
Da Herr Krüger gut verdiente, konnten 173 € monatlich abgezogen und in die Betriebsrente einbezahlt werden. Das macht binnen dreier Jahre etwa 6.200 €. Herr Krüger hat eine Vertragsart gewählt, in der die Unverfallbarkeit gegeben war. Nach diesen drei Jahren endete das Anstellungsverhältnis bei diesem Arbeitgeber. Sein Arbeitgeber musste ihm mitteilen, dass lediglich 620 € vom einbezahlten Geld übrig seien, da der Rest für Kosten vom Versorgungswerk angefallen wäre.

Das Gericht hatte beschlossen, der Arbeitgeber müsste an Herrn Krüger die restlichen 90 % ausbezahlen – als Gehaltsnachzahlung. Der Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben fiel für die Gehaltsnachzahlung an, während der Arbeitnehmer nichts mehr zahlen musste.

Dieser Arbeitgeber wurde schlecht beraten. Denn Provisionszahlungen sollen nicht zu Lasten der Versicherungsnehmer gehen! Provisionszahlungen für den Versicherungsvertreter, der den Abschluss zu verbuchen hat, sollen auf Kosten der Versicherung gehen, die diese Provision in die Versicherungsprämien zu verrechnen haben.

Nach einem Urteil aus dem Jahre 2007 ist der Arbeitgeber unabhängig vom gewählten Durchführungsweg verpflichtet, das Geld, was dem Mitarbeiter zusteht, einfach „flüssig“ zu haben. Alle anderen Vereinbarungen haben keine Gültigkeit.

Der Arbeitgeber hat zwar die Pflicht, im Sinne seiner Mitarbeiter zu handeln, sollte aber dabei die Konditionen, die er für die Verwaltung selbst tragen muss, nicht aus den Augen verlieren.