Verbreitung der Betriebsrente

Nach anfänglichen Negativmeinungen, die in Medien verbreitet wurden, geht es steil bergauf für die Betriebsrente.

Die Betriebsrente, besonders im Zusammenhang mit der Riester-Förderung, hatte anfangs einen negativen Ruf. Voller Kinderkrankheiten war die Betriebsrente. So zeigen ältere Studien, dass gerade Kleinunternehmen die betriebliche Altersvorsorge verschmäht haben.

Weniger als die Hälfte aller Unternehmen, darunter insbesondere die kleinen Firmen, hatten vor der Gesetzeserneuerung 2007 eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen. Angeblich, so die Begründung der Unternehmen zu der Studie, würden die finanziellen Mittel fehlen, die Betriebsrente abzuschließen. Weiterhin meinten Angestellte und Arbeitgeber gleichermaßen, dass die bestehenden Vorsorgemöglichkeiten ausreichen würden. Dass dies ein Trugschluss ist und man nicht genug vorsorgen kann, dürfte allmählich klar sein.

Als das Altersvermögensgesetz 2002 in Kraft getreten ist, gab es einen plötzlichen Boom der betrieblichen Altersvorsorge. Natürlich wurden wieder Studien angestellt, die belegt haben, wie arg die Verbreitung der Betriebsrente plötzlich vorangeschritten ist. So wurde über den Zeitraum von dem Jahre 2001 bis in das Jahr 2006 diese Studie angestellt. Das Ergebnis: Unter den sozialversicherungspflichtigen Angestellten stieg die Anzahl der betrieblichen Altersvorsorge von 52 % auf 65 %.

Welche Folgen hatte die Verbreitung der Betriebsrente? Nachdem weiterhin überlegt wurde, ob die Beitragsbefreiung für die Sozialversicherungen bestehen bleiben soll, gab es in genau diesen Bereichen rote Zahlen. Der Anstieg der Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge sorgte im oben erwähnten Zeitraum für Verluste von über 2,4 Milliarden Euro jährlich! Dass dies der Lobby der Sozialversicherungsträger nicht recht war, ist nachvollziehbar. Das brachte allerdings nicht viel, weil im Gesetz vom August 2007 die weitere Sozialversicherungsfreiheit beschlossen wurde.